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Externe Evaluation à la Oberpfalz

Best Practice Beispiel aus Bayern

Das durch die Schulabteilung der Regierung der Oberpfalz praktizierte Vorgehen zur externen Evaluation fand Anerkennung und großes Lob der Schulleiter im MODUS F Projekt. Wir stellen es deshalb auf diesen Seiten vor.

Cham/Sattelbogen i.d.OPf.: Ein zweitägiger Vorbereitungslehrgang (14./15. Mai 07) für Schulleiter(innen) des nächsten Evaluationsdurchgangs wurde von der Regierung der Oberpfalz in Sattelbogen bei Cham durchgeführt. Hauptanliegen waren das Kennenlernen als vertrauensbildende Maßnahme und die Information über den Ablauf. Regierungsschuldirektor Richard Glombitza in seinen Abschlußworten am zweiten Tag war sich sicher, dass die Mittel für eine Fortbildungsmaßnahme noch nie effektiver eingesetzt wurden als bei dieser. Die anwesenden Schulleiterinnen und Schulleiter bestätigten dies.
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vorne sitzend: RSchR Herbert Heinrich, RSchD Richard Glombitza, RSchR Franz Hübl, Seminarleiter E. Geitner, Beratungsrektor Rainer Lacler. Hinten stehend: Seminarleiter Goerg Kick und NN

Am Vormittag des ersten Tages wurde von RSchD Richard Glombitza und RSchR Herbert Heinrich dargestellt, was und wie evaluiert wird. Wie die externe Evaluation abläuft erläuterte SR Georg Kick. Dann wurden die Schulleiter in Gruppen verteilt und lernten ihr EVA Team kennen. Dabei wurden die angedachten Termine bekannt gemacht, in besonderen Fällen ein Tausch ermöglicht und geklärt, welche Instrumente und Methoden (Schulportfolio, online-Fragebögen, Interviews, Unterrichtsmitschauen, Notizen und Beobachtungsbögen) eingesetzt werden und welche Vorarbeiten (z.B. zur Lehrer-, Schüler und Elternbefragung; Übersendung eines Schulportfolios) die Schulleitungen zu leisten hätten. Den frühen Nachmittag eröffnete der externe Evaluator, Peter Wild, Sparkassenmitarbeiter, mit einem Erfahrungsbericht.
RSchR Herbert Heinrich
RSchR Herbert Heinrich
Nach ihm schilderte RSchR Herbert Heinrich die Gelingensfaktoren der externen Evaluation. Wie hervorragend sein Vortrag war, kann nur ermessen, wer ihn selber einmal erlebt hat. Ausgestattet mit selbstgefertigten Hardware-Powerpoints (vorbereitete Flip-Chart mit Umblättern), vorgetragen in aller Ruhe, niemals gefährdet, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu verlieren, hin und wieder einen Lachimpuls setzend und eine durchgängig spürbare, grundsätzliche Aufrichtigkeit vermittelnd, erklärte der Referent, worauf es ankommt. Wäre da noch ein zu evaluierender Schulleiter gewesen, der den externen Evaluatoren unterstellt hätte, sie wollten anlässlich dieser Besuche Macht genießen oder gar ausspielen, Herbert Heinrich hätte sie ihm genommen oder sich mit seinen Ausführungen zumindest präventiv zu seinem Anwalt erklärt.
Aus dem Vortrag von RSchR Herbert Heinrich
Aus dem Vortrag von RSchR Herbert Heinrich
EVA Team 4
EVA Team 4
Aber auch durch Redebeiträge von RSchD Richard Glombitza und weiteren Referenten wurde mehr als deutlich, dass man sich die externe Evaluation ersparen kann, wenn das Gespräch nicht gelingt. Das ganze Zahlenwerk nützt nichts, wenn die Bereitschaft zum offenen Zuhören verloren geht.

SR Georg Kick stellte vor, wie die Berichterstattung zur Evaluation und der Umgang damit erfolgt und wie ein Feedbackbogen aussieht. Zum Abschluss des Tages stellte Beratungsrektor Rainer Lacler die interne Evaluation (Selbstevaluation) vor, die im Prinzip die selben Methoden verwendet, bei der jedoch die Schule – im Unterschied zur externen Evaluation – „process-owner“ bleibt.

Entgegen einer in den letzten Jahren sehr verbreiteten Praxis zur "Optimierung von Lehrgangszeiten", wurde in die Abendstunden kein offizieller Tagesordnungspunkt gelegt. Trotzdem saßen alle Teilnehmer in Gruppen beieinander und sprachen miteinander; man darf raten, worüber.
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